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Folgendes Equipment wird benötigt.

BETONAMIT - Das Original

Das bewährte Quellsprengmittel für kontrolliertes Zerkleinern von Fels und Beton. Sorgt für sichere, gleichmässige und zuverlässige Ergebnisse.

Schutzbrille und Schutzhandschuhe

Beim Arbeiten mit BETONAMIT ist durchgehend eine Schutzbrille zu tragen. Das Tragen von Handschuhen wird empfohlen.

BETONAMIT ist nicht giftig, enthält jedoch einen hohen Anteil an gebranntem Kalk mit stark alkalischer Wirkung. Kontakt mit den Augen ist unbedingt zu vermeiden. Sollte dennoch Material in die Augen gelangen, sofort gründlich mit viel Wasser ausspülen.

Mischbehälter

Der Mischbehälter sollte ausreichend gross und stabil sein, um die Masse sicher mit einem Rührwerk oder Quirlaufsatz anzumischen.

Der Eimer ist bei mehrfacher Verwendung zwischendurch auszuwaschen, damit keine bereits reagierten Materialreste erneut mitverarbeitet werden.

Für das Anmischen von 5 kg BETONAMIT empfehlen wir eine Eimergrösse von etwa 8 bis 10 Litern.

Elektrisches Rührwerk

Für das Anmischen von BETONAMIT wird ein elektrisches Rührwerk oder ein leistungsstarker Quirlaufsatz empfohlen. Nur so entsteht eine gleichmässige, klumpenfreie Mischung.

Das manuelle Mischen ist ungeeignet und führt zu einer ungleichmässigen Konsistenz, was die Wirkung beeinträchtigen kann.

Bohrgerät & Bohrer

Ein leistungsstarkes Bohrgerät ist Voraussetzung für saubere und präzise Bohrlöcher. Je nach Material kommen Schlagbohrmaschinen oder Bohrhämmer zum Einsatz.

SDS Max Aufnahmen werden empfohlen, da sie hohe Schlagkräfte zuverlässig übertragen und für den Einsatz in Beton und Fels ausgelegt sind. Für das händische Bohren haben sich Geräte der Leistungsklasse einer Hilti TE 70 oder vergleichbare Maschinen von Bosch, Makita oder Metabo bewährt.

Bei grösseren Baustellen kommen Bohrlafetten oder andere leistungsstarke Bohrgeräte zum Einsatz. In diesen Fällen werden üblicherweise Bohrdurchmesser von 43 bis 58 mm verwendet. Eine vorgängige Abstimmung mit unserem Beratungsteam wird empfohlen.

Für die Anwendung mit BETONAMIT werden in der Praxis meist Bohrdurchmesser von 25 bis 45 mm verwendet. Grössere Durchmesser erzeugen mehr Expansionsdruck und führen zu schnelleren und breiteren Rissbildungen.

Bei den Bohrern unterscheidet man zwischen 2-schneidigen und Mehrschneider-Bohrern. Zweischneider ermöglichen in der Regel einen schnelleren Bohrfortschritt, während Mehrschneider robuster sind und besonders in hartem oder armiertem Material eine längere Standzeit bieten.

Dies gilt ebenso für den Einsatz von Zwangsmischern und Pumpen, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten.

Wasser und Messbecher

Für das Anmischen wird ein Messbecher mit mindestens 1,2 Liter Volumen benötigt, um die Wassermenge korrekt zu dosieren.

Verwenden Sie ausschliesslich kaltes und sauberes Wasser. Besonders in warmen Jahreszeiten oder Regionen ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht durch Sonneneinstrahlung erwärmt wurde.

Kein warmes Wasser aus aufgeheizten Gartenschläuchen verwenden – das Wasser muss effektiv kalt sein, um eine sichere und kontrollierte Reaktion zu gewährleisten.

Eventuell Abdeckungsmaterial

Eine Abdeckung der verfüllten Bohrlöcher ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, kann jedoch die Sicherheit erhöhen.

Sie schützt vor unbefugtem Zugriff und verhindert, dass Personen direkt mit den Bohrlöchern in Kontakt kommen oder sich darüber beugen.

Dies ist wichtig, da ein sogenannter Blow-Out auch bei korrekter Anwendung zwar sehr unwahrscheinlich, jedoch nie vollständig auszuschliessen ist.

Bohrraster bestimmen

Ein sauberes Ergebnis beginnt immer mit dem richtigen Bohrraster. Der Abstand der Bohrlöcher richtet sich nach dem Bohrlochdurchmesser und sollte maximal dem 10-fachen entsprechen. Bei einem Bohrlochdurchmesser von 40 mm ergibt sich somit ein Abstand 35-40 cm.

Je enger das Bohrraster gewählt wird, desto kleiner werden die Bruchstücke und desto schneller erfolgt die Rissbildung.

Entscheidend ist zudem, dass das Material durch den entstehenden Expansionsdruck in eine Richtung ausweichen kann. Dies erfolgt entweder über freie Seiten oder gezielt durch schräge Bohrungen, welche die Kraft nach oben leiten. Der Expansionsdruck wirkt immer in Richtung des geringsten Widerstands – dort entstehen später die Risse.

Im professionellen Einsatz werden teilweise auch grössere Bohrdurchmesser bis 60 mm verwendet. In solchen Fällen empfehlen wir eine vorgängige Abstimmung mit unserem Beratungsteam, um ein optimales Ergebnis sicherzustellen.

Löcher bohren

Die Bohrlöcher werden in der Regel mit einem Durchmesser von 30 bis 45 mm erstellt. Dieser Bereich hat sich in der Praxis bewährt und sorgt für eine zuverlässige Wirkung.

Bei einzelnen Steinen oder Findlingen sollte die Bohrtiefe mindestens drei Viertel der Materialhöhe betragen, damit der Stein sauber bis nach unten durchbricht.

Beim Felsabtrag wird bewusst etwas tiefer als das gewünschte Sollniveau gebohrt. Dieses Überbohren verhindert aufwendige Nacharbeiten und sorgt für ein sauberes Ergebnis.

Die Bohrlöcher müssen sauber und möglichst trocken sein. Bohrstaub und Wasser im Loch verschlechtern die Wirkung deutlich.

Mischen

Das BETONAMIT Pulver wird in einen sauberen Mischbehälter gegeben. Ein vorheriges Auflockern des Pulvers erleichtert den anschliessenden Mischvorgang.

Pro 5 kg werden zunächst ca. 1,2 Liter kaltes, sauberes Wasser zugegeben und etwa 1 Minute gemischt. In dieser Phase entfalten die verflüssigenden Bestandteile ihre Wirkung.

Anschliessend wird bei Bedarf schrittweise Wasser nachdosiert, bis eine fliessfähige, jedoch nicht zu dünnflüssige Konsistenz erreicht ist. Der Wasserbedarf kann je nach Rohstoffen und Temperatur variieren und liegt typischerweise zwischen 1,2 und max. 1,4 Liter pro 5 kg.

Die Wassertemperatur darf 20 °C nicht überschreiten. Zu warmes Wasser beschleunigt die Reaktion und erhöht das Risiko eines sogenannten Blow-Out.

Die Mischung sollte mit einem elektrischen Rührwerk etwa 2 Minuten lang gemischt, bis eine homogene Masse entsteht. Anfangs wirkt die Mischung oft trocken, verändert jedoch während des Mischens plötzlich ihre Konsistenz.

Bohrlöcher verfüllen

Die fertige Mischung wird direkt nach dem Anrühren ohne Verzögerung in die Bohrlöcher eingefüllt.

Ein zusätzliches Verschliessen der Löcher ist nicht erforderlich. Wichtig ist, zügig zu arbeiten, damit die Reaktion im Bohrloch und nicht im Mischbehälter stattfindet.

Eine Abdeckung der verfüllten Bohrlöcher ist in den meisten Fällen nicht notwendig, kann jedoch die Sicherheit erhöhen und unbefugten Zugriff verhindern.

Warten und staunen

Nach dem Einfüllen beginnt der Expansionsprozess. Je nach Temperatur und Bedingungen entstehen die ersten Risse nach wenigen Stunden und diese weiten sich über mehrer Tage immer weiter aus.


Wenn es die Zeit erlaubt, lassen Sie BETONAMIT so lange wie möglich wirken. Mit jeder zusätzlichen Stunde wird der Abbruch deutlich einfacher.

Anwendungsvideo